Datenanalyse · Umzug · Liquiditätsreserve

Umzug in die Schweiz: Benötigtes Startkapital berechnen

Beim Umzug scheitert die Liquidität selten an nur einer grossen Rechnung. Kaution, erste Miete, Transport, Zwischenunterkunft, Einrichtung und eine Reserve fallen zeitlich zusammen. SDE trennt gebundenes Kapital von laufenden Monatskosten und zeigt ein Drei- und Sechsmonatsziel.

Kurzantwort für das sichtbare Modell: Bei 1’800 CHF Miete ergeben sich rund 13’300 CHF einmaliger Kapitalbedarf. Mit drei Monatsreserven steigt das Ziel auf 25’750 CHF, mit sechs Monaten auf 38’200 CHF. Jede Annahme kann ersetzt werden.
DatenquelleSDE-FormelAnnahme

SDE-Startmodell

Vom Einmalbetrag zur belastbaren Reserve

Das Beispiel setzt 1’800 CHF Monatsmiete und die maximal mögliche Kaution von drei Monatsmieten an. Transport, Zwischenunterkunft, Administration und Erstausstattung sind Planungsannahmen.

Startkapital im Beispielszenario
Mietkaution, 3 × 1’8005’400 CHFgesetzliche Obergrenze
Erste Nettomiete1’800 CHFAnnahme
Transport / Umzug2’500 CHFAnnahme
Zwischenunterkunft1’500 CHFAnnahme
Administration / Anschlüsse600 CHFAnnahme
Erstausstattung1’500 CHFAnnahme
Einmaliger Kapitalbedarf13’300 CHFSDE-Formel

Selbst rechnen

Drei oder sechs Monate Sicherheit

Die Monatsreserve umfasst im Modell Miete, Krankenkasse, Verkehr und übrige Lebenshaltung. Sie ist kein zusätzlicher „Kostenblock“, sondern Liquidität für den Fall, dass der Start nicht nach Plan läuft.

Einmaliger Kapitalbedarf13’300 CHF

Monatliche Basis4’150 CHF

Kapitalziel25’750 CHF

Einmalig13’300 CHFKaution und Startkosten
3-Monatsziel25’750 CHFBasisreserve
6-Monatsziel38’200 CHFrobuste Reserve

Fristen und Liquidität

Warum die ersten 90 Tage teuer wirken

Die Kaution ist zwar nicht verbraucht, aber gebunden. Gleichzeitig werden erste Miete, Versicherungen und Einrichtung fällig. Die Krankenversicherung muss grundsätzlich innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden und gilt rückwirkend ab Beginn der Versicherungspflicht; die Prämie ist daher auch bei späterer Rechnung einzuplanen.

EU/EFTA-Arbeitnehmende melden sich grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen nach Ankunft und vor Stellenantritt bei der Wohngemeinde. Gebühren und erforderliche Dokumente unterscheiden sich nach Gemeinde und Bewilligung.

Methodik

Quellen und Datenstand

SDE trennt amtliche Beobachtungen, kollektivvertragliche Werte und editierbare Annahmen. Die Rohwerte dieser Seite stehen zusätzlich als JSON-Snapshot bereit.

Stand 21.09.2026 · Offizielle Werte werden nicht auf 2026 hochgerechnet, wenn die Quelle 2024 misst. Szenarioannahmen sind sichtbar und im Rechner änderbar. JSON

FAQ

Häufige Fragen

Wie hoch darf die Mietkaution in der Schweiz sein?

Bei Wohnräumen beträgt die Kaution maximal drei Monatsmieten, wenn sie als Mietzinsdepot vereinbart ist. Sie bleibt grundsätzlich Ihr Vermögen, ist während des Mietverhältnisses aber gebunden.

Warum rechnet SDE zusätzlich drei oder sechs Monatsreserven?

Die Reserve schützt vor verzögertem Lohn, höherer Angebotsmiete, Versicherungsnachzahlung, unerwarteten Anschaffungen oder einer längeren Wohnungssuche. Drei Monate sind das Basisszenario, sechs Monate das robustere Ziel.

Welche Fristen sind nach dem Zuzug wichtig?

EU/EFTA-Arbeitnehmende melden sich grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen und vor Stellenantritt bei der Wohngemeinde. Die obligatorische Krankenversicherung ist grundsätzlich innerhalb von drei Monaten abzuschliessen und wirkt rückwirkend ab Beginn der Versicherungspflicht.

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